Wichtige Patienteninformation zur Klinik Vilsbiburg
Die Klinik Vilsbiburg wird ebenso wie viele andere kleine Krankenhäuser von der aktuellen Gesetzgebung rund um das Gesundheitssystem bedroht. Um die Zukunft des Standortes zu sichern, mussten die LA-Regio Kliniken gemeinsam mit Stadt und Landkreis Landshut nun eine Entscheidung treffen. So soll der Standort zur „Fachklinik für degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparats“ werden, das heißt, sich auf neue Gelenke, Arthrose und ähnliche Aufgaben konzentrieren. Dieser Schritt ist die einzige Chance, um den Standort Vilsbiburg langfristig zu erhalten.
Es mussten zügig Fakten geschaffen werden, da der entsprechende Ausschuss des Freistaates Bayern bereits im September die notwendigen Unterlagen benötigt. Ohne die mutige Entscheidung der Verantwortlichen in Landshut hätte die Berliner Gesetzgebung eine dauerhafte Hängepartie um den Weiterbetrieb des Standorts Vilsbiburg verursacht.
Bereits heute behandeln die Experten an der Klinik Vilsbiburg viele Patienten mit degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats und sind für ihre besondere Qualität bekannt. Dieser Effekt wird sich als Fachklinik nochmals deutlich verstärken.
Was heißt das für Patienten?
Einstweilen läuft der Betrieb der Klinik Vilsbiburg weiter wie gewohnt, alle bekannten Abteilungen sind geöffnet. Über Änderungen wird die Bevölkerung rechtzeitig informiert. Spätestens bis zum 1.1.2028 müssen dann die Veränderungen hin zu einer Fachklinik umgesetzt sein, es wird also keine Hau-Ruck-Aktionen für die Klinik Vilsbiburg geben.
Was heißt das für die Mitarbeiter?
Für alle Mitarbeitenden der Klinik Vilsbiburg gilt der im Rahmen der Fusion abgeschlossene Personalüberleitungsvertrag. Alle Arbeitsverträge sind weiter gültig. Die Entscheidung bedeutet für die Mitarbeitenden Sicherheit und Klarheit, eine jahrelange Hängepartie hätte schließlich niemandem geholfen.
Was wird aus der Notfallversorgung?
Das befindet sich noch in Klärung. Allen Beteiligten ist besonders wichtig, dass die Notfallversorgung von der Entscheidung möglichst wenig beeinträchtigt wird. Wie die künftige Notfallversorgung an der Klinik Vilsbiburg genau aussehen wird und welche Veränderungen im Rettungsdienst dabei unterstützen können, wird in den nächsten Monaten erarbeitet. Ein vergleichbares System funktioniert auch im nördlichen Landkreis Landshut rund um Rottenburg an der Laaber seit mehr als 30 Jahren sehr gut. Aktuell besteht die Notaufnahme in Vilsbiburg aber wie gewohnt weiter.
Ist das nicht schlecht für die Unternehmen in Vilsbiburg? Die Behandlung von Arbeits-, Schul- oder Wegeunfällen an der Klinik Vilsbiburg soll definitiv erhalten bleiben.
Es kommen somit keine Nachteile auf die Unternehmen der Region Vilsbiburg zu.
Was wird aus der Geburtshilfe?
Eine Geburtshilfe kann an einer Fachklinik für degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates nicht betrieben werden. Bereits heute hat die Abteilung einen großen Mangel an Ärzten, Pflegekräften und Hebammen. Darüber hinaus ändern sich auch die gesetzlichen Vorgaben, was sich ebenfalls negativ auf die Klinik Vilsbiburg auswirkt. Die beliebten Konzepte der Geburtshilfe gehen aber nicht verloren, sondern werden in Landshut integriert. Aktuell besteht die Geburtshilfe in Vilsbiburg aber wie gewohnt weiter.
Es wird im gesamten Verbund der LA-Regio-Kliniken keine Schwächung der Leistungsangebote geben. Durch die Fusion werden die einzelnen Standorte sowie die ambulanten Versorgungsstrukturen – so auch in Vilsbiburg – gestärkt.
